Assisi

Franziskanische Gemeinschaft bewegt Menschen

Zum Schreiben der Glaubenskongregation zur Frage der Segnung von homosexuellen Paaren

INFAGDie jüngste Verlautbarung der Glaubenskongregation hat Wellen geschlagen – sie trifft offensichtlich einen Nerv der Zeit.

Zu letzterem steht im Konzilsdokument «Gaudium et spes»:

«Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.» (GS1)

Zur Erfüllung dieses ihres Auftrags obliegt der Kirche allzeit die Pflicht, nach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten. So kann sie dann in einer jeweils einer Generation angemessenen Weise auf die bleibenden Fragen der Menschen nach dem Sinn des gegenwärtigen und des zukünftigen Lebens und nach dem Verhältnis beider zueinander Antwort geben. Es gilt also, die Welt, in der wir leben, ihre Erwartungen, Bestrebungen und ihren oft dramatischen Charakter zu erfassen und zu verstehen.» (GS4)

Erfassen und verstehen – eine hohe Kunst, wie die aktuelle Debatte zeigt.
Den einen geht es um Amtsfragen und die Berücksichtigung der geltenden Rechtslage in der katholischen Kirche, wie auch immer man dazu stehen mag. Andern geht es um die Pastoral und darum, wie der in Gaudium et spes formulierte Anspruch in der Praxis umgesetzt werden kann und soll. Und wieder andern geht es um ganz andere Themen, für die sie die sich bietende Plattform nutzen.
Auch unsere franziskanischen Brüder und Schwestern in Deutschland haben sich zu Wort gemeldet – sie geben in einem gemeinsamen Statement zum Schreiben der Glaubenskongregation zur Frage der Segnung von homosexuellen Paaren ihrer Betroffenheit und Irritation darüber Ausdruck. Ihre Stimme sei hier wiedergegeben.

pdfStatement_der_frzk._Familie_in_Deutschland_zum_Schreiben_der_Glaubenskongregation_betreffs_Segnung_homosexueller_Paare