Assisi

Vom Mindersein

FG Treff 03.08

„Du, Lilli?“

„Ja, Lotti?“

„Ist immer noch Fastenzeit?“

„Yep!“

„Wie lange noch?“

„Bis Ostern!“

„Wann ist Ostern?“

„Lotti – worum geht‘s?“

„Ich möchte…nun ja, ich möchte wieder mal…“

„Schlemmen! Aus dem Vollen schöpfen – frisch und frei und ganz ohne schlechtes Gewissen?“

„Ja, genau, Lilli, das wäre schön…so schön! Aber ich muss dann doch immer an die denken, die das nicht können…Und dann muss ich auch noch an Franziskus denken, der sein ganz Leben lang darauf verzichtet hat, in Saus und Braus zu leben. Ich kann das nicht…ich will das nicht!“

„Musst Du ja auch nicht!“

„Ja, aber – ich bin doch ein franziskanisches Schwein!“

„Schon, aber ein franziskanisches Schwein, das hier und heute lebt. Du musst selbst für Dich herausfinden, was es denn bedeuten könnte, minder zu sein. So nennen sich die ersten Brüder: mindere Brüder.“

„Also – ich finde mich eher… so…, stattlich! Ja, ein stattliches, währschaftes Schwein bin ich! Nichts von minder…“

„Ja, klar! Mindersein meint auch nicht minderwertig sein. Warst Du denn am letzten FG-Treff nicht dabei? Da ging es genau darum: Mindersein meint in franziskanischem Sinne eine Haltung, einen inneren Wert, den ich freiwillig und selbst gewählt zum Massstab mache. Mindersein meint Dienen. Wem oder was dienst Du in Deinem Lebensalltag? Wem oder was würdest Du gerne dienen wollen?
Franziskus macht im Dienen die Erfahrung, dass ihm Bitteres süss wird. Indem er sich gibt, empfängt er in reichem Masse.“

„Darüber muss ich noch etwas nachdenken…“

 

pdfFlyer FG Treff 2018

 

 

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